SIMON Duss

lehrer. mensch. mutmacher.

Ich wusste schon früh, dass ich Lehrer werden wollte. Sportlehrer – das war mein Traum! Im Sportstudium an der Uni erkannte ich jedoch schnell, dass lateinische Begriffe und statistische Auswertungen wohl nicht die richtigen Werkzeuge sind, um Kinder und Jugendliche auf ihrem Lebensweg zu begleiten. So landete ich an der pädagogischen Hochschule, wo ich mich während fünf Jahren vertieft mit den Sonnen- und Schattenseiten unseres Bildungssystems auseinandersetzte. Ich erkannte noch während dem Studium, dass sich eine minutengenaue Planung nur in der Theorie umsetzen lässt, dass Problemschüler nicht das Problem sind und dass ein Diplom einer Hochschule nichts über die wirklichen Fähigkeiten einer Lehrperson aussagt.

Ich unterrichtete die ersten Jahre als cooler Junglehrer. Im Fokus: gut drauf sein und gut ankommen. Ich kontrollierte jeden Morgen die Hausaufgaben, stellte fleissig meine Dossiers zusammen und belohnte oder bestrafte die Jugendlichen, so wie ich es an der Hochschule gelernt hatte. Dann kam eine private Krise. Das Kennenlernen meiner heutigen Frau Martina würde ich rückblickend als meinen „Schicksalsschlag“ bezeichnen, da diese Beziehung und die damit verbundenen Herausforderungen mein bisheriges Weltbild komplett auf den Kopf stellten. Ich befasste mich von nun an intensiv mit Mentaltraining, Spiritualität und der Tiefenpsychologie. Verschiedene Weiterbildungen und diverse Coaches unterstützen mich zudem auf meinem Weg zu mir selbst. Aus der Krise entfalteten sich drei wundervolle Kinder, eine Hochzeit und ein neues Bewusstsein dafür, was das Leben wirklich bietet!

Ich nahm mein Leben von nun an selber in die Hand, überwand Prägungen und Blockaden (und ja – es gibt auch noch einige zu überwinden), hinterfragte und definierte meine Werte neu und kam in den Flow meines Lebens. Mein Beruf wurde zur Berufung. Meine Arbeit zu meinem Leben.

Ich unterrichtete viele Jahre voller Freude als Fach- und Klassenlehrer an einer Sekundarschule. Hausaufgaben gab es höchstens freiwillige, die Themen passte ich an die Interessen der SchülerInnen an und anstelle von Belohnung und Bestrafung setzte ich auf echte Beziehungen, ehrliche Feedbacks und ganzheitliche Coachinggespräche – für Schüler und Eltern!

Nach meiner langjährigen Tätigkeit an der Volksschule landete ich ziemlich spontan an der Kompass-Schule in Luzern. Ich spürte schnell, dass mir diese Schule die Möglichkeiten bietet, meinen Horizont und meine Erfahrungen zu den Themen „Bildung“ und „Mensch sein“ weiter zu vertiefen. Seit dem Sommer 2021 wirke ich nun im Schulleitungsteam und als Lernbegleiter an der Oberstufe.

Neben dem Engagement als Schulleiter und Lernbegleiter folge ich weiter dem Ruf meines Herzens: Als Workshopleiter, Vortragsredner und Coach unterstütze ich Jugendliche, Eltern und LehrerInnen dabei, das eigene (Er)Leben wieder zu 100% selber in die Hand zu nehmen und freudvoll aus dem Herz zu wirken.

Als Vorstands- und Geschäftsleitungsmitglied der Bewegung „Glücksschule“ engagiere ich mich zudem für einen Bewusstseinwandel in Schule und Gesellschaft.

Aus- und Weiterbildung

Ausbildung zur Sekundarlehrperson und Weiterbildung zum Erwachsenenbildner (PH Luzern).

Weiterbildung in systemisch-lösungsorientierter Gesprächsführung mit Qualifizierung in ressourcen- und handlungsorientierter Beratung (Planoalto).

Weiterbildung in Lerncoaching und Lernberatung (schulentwicklung.ch).

Verschiedene Weiterbildungen und mehrjährige Berufserfahrung als Berater und Begleiter von Jugendlichen, Eltern und Lehrpersonen.

Einzelseminare an der Akademie für Psychologie und Gesundheit.

Regelmässige Supervisionen bei verschiedenen Coaches.

Fundiertes Fach- und Methodenwissen zu allen möglichen Themen in den Bereichen Psychologie, Pädagogik und Spiritualität (stetige autodidaktische und total intrinsisch motivierte Weiterbildung – so wie eben „Lernen“ stattfinden sollte).

Lebensphilosophie

Meine Realität ist immer nur eine eigene Konstruktion aus Sinneswahrnehmungen und deren „Interpretation“ im Gedächtnis. Ich bin also nicht in der Lage, eine objektive Realität „wahr“zunehmen. Somit habe ich immer die Chance, Ereignisse aus einer Perspektive zu betrachten, um wieder in meine Kraft zu kommen.

Meine persönlichen Überzeugungen wurden durch den Einfluss von Eltern, Schule und Gesellschaft geprägt. Ich habe die Möglichkeit, mir diesen unbewussten Mustern bewusst zu werden und sie allenfalls zu überwinden, um immer freier zu werden.

Ich trage das Wissen, welches ich brauche, bereits in mir. Verstrickte Gedanken und Emotionen blockieren den Zugang zu lösungsorientierten Impulsen. In der Stille hole ich meine innere Stimme ins Bewusstsein.

Ich handle zu jedem Zeitpunkt nach meinem besten Wissen und Gewissen. Ich handle immer nach meinen besten verfügbaren Lösungsmöglichkeiten im jeweiligen Moment. Ich bin gut, so wie ich bin.

Wenn ich will, dass sich mein Leben verändert, muss ICH mich verändern! Ich kann andere nicht in eine bestimmte Richtung lenken. Radikale Selbstverantwortung bedeutet, die hundertprozentige Verantwortung für mein eigenes (Er)Leben zu übernehmen.

Alles was sich in meinem Leben ereignet, hat seinen Sinn. Ich habe in jeder Lebenslage die Wahl, mich als Opfer des Schicksals zu sehen oder die Situation anzunehmen wie sie ist, um daraus zu lernen und zu wachsen.